Got Milsch?

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Windows Partition unter Linux einbinden

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Hallo zusammen,

heute will ich zeigen, wie man auf einem Dual-Boot System mit Linux und Windows die Windows Partitionen, also C:/, D:/ etc., unter Linux einbindet und damit les- und beschreibbar macht.
Das Problem ist ja nicht neu. Man hat mit viel Mühe, oder im Falle von Ubuntu weniger Mühe, Linux auf einen von Windows bereits okkupierten Computer gebracht und würde nun auch gerne auch auf die Daten, die auf der Partition D:/ sind, unter Linux zugreifen können (MP3s, Filme, Dokumente…).
Die neuen Linux Distributionen können auch alle die Windowsformate FAT16, FAT32 und NTFS lesen, aber wo zum Teufel finden wir D:/?

Dazu muss man wissen, das Linux auf Windows Partitionen nicht automatisch zugreift, sondern dies erst mit einem besonderen Befehl geschieht. Dieser Vorgang, also das Einbinden einer Partition in das Linuxsystem, nennt sich „mounten“, aus dem Englischen „to mount“ was soviel wie „anbauen“ oder „anflanschen“ heißt.

Welche Partitionen erkennt Linux?

Also schauen wir doch mal als erstes, welche Partitionen Linux überhaupt erkennt. Dazu öffnen wir ein Terminfenster (die berühmte Kommandozeile“ und tippen den Befehl

sudo fdisk -l

für Ubuntu Distributionen ein. Für andere Linux Arten muss der Befehl „fdisk -l“ mit sog. Root-Rechten eingegeben werden.

Ergebnis :

xxxxxxx@xxxxxxxx:~$ sudo fdisk -l

Platte /dev/sda: 250.0 GByte, 250059350016 Byte
255 Köpfe, 63 Sektoren/Spuren, 30401 Zylinder
Einheiten = Zylinder von 16065 × 512 = 8225280 Bytes
Disk identifier: 0xef2b36e0

Gerät boot. Anfang Ende Blöcke Id System
/dev/sda1 1 1530 12288000 27 Unbekannt
/dev/sda2 * 1530 20863 155289588 7 HPFS/NTFS
/dev/sda3 20863 28759 63426556 7 HPFS/NTFS
/dev/sda4 28760 30401 13189365 5 Erweiterte
/dev/sda5 28760 30326 12586896 83 Linux
/dev/sda6 30327 30401 602406 82 Linux Swap / Solaris

xxxxxxx@xxxxxxxx:~$

Wir sehen also, dass Linux die beiden Partitionen sda2 (= C:/) und sda3 (= D:/) erkannt hat.
Wir wissen dass diese Partitionen unter Windows die C:/ und D:/ sind weil :

a) beide in NTFS formatiert sind (letzter Eintrag)
b) die Grüßen stimmen
c) der Rest Linuxpartitionen sind

Wir merken uns also :

sda2 = C:/
sda3 = D:/

Wo sollen die Partitionen unter Linux eingebunden sein?

Jetzt müssen wir bestimmen, wo Linux die Partitionen einhängen soll.
Linux betrachtet grundsätzlich alles (!) als Ordner. Legen wir also z.B. eine CD in das Laufwerk ein, so wird diese in das Ordnersystem von Linux eingehängt (gemountet) und als Ordner dargestellt. Wir finden die CD normalerweise unter /media/cdrom. Der Ordner „cdrom“ ist also die CD.

Gleiches geschieht mit den Windows Partitionen, mit dem Unterschied, dass wir den Namen des Ordners bestimmen können. Wenn also unsere Partition C:/ unter Windows „System“ und die D:/ „DATA“ heißt, dann können wir diese Namen unter Linux weiterverwenden. Wir können sie aber auch z.B. „Windows_C“ und „Windows_D“ nennen, ganz nach belieben.

Also erstellen wir erst mal die Ordner.
Dazu öffnen wir wieder das Terminal und geben den Befehl

sudo mkdir -p /media/Windows_C

ein. Bitte denkt daran, dass Groß/Kleinschreibung unter Linux wichtig ist. Also „Windows_C“ ist für Linux ein andere Ordner als „Windows_c“: Das selbe wiederholen wir mit „Windows_D“.

Wir mounten die Partitionen in die festgelegten Stellen

In diese Ordner wollen wir die Partitionen mounten. Dazu geben wir im Terminal den Befehl

sudo mount -t ntfs-3g /dev/sda2 /media/Windows_C

ein und dann

sudo mount -t ntfs-3g /dev/sda3 /media/Windows_D

Nun solltet Ihr unter /media/Windows_C und /media/Windows_D auf Eure Windowspartitionen zugreifen können.

Was habt Ihr da jetzt eingegeben, also was bedeutet der Befehl?

Nun „sudo“ ist klar, damit erhaltet Ihr Root-Rechte.
mount“ erklärt sich auch von selbst, dieser Befehl mountet die Partition.
-t ntfs-3g“ bedeutet, dass die einzuhängende Partition ein NTFS-formatierte ist und mit dem Treiber ntfs-3g eingehängt werden soll.
/dev/sda2“ ist die Partition die eingehängt werden soll (siehe oben) und
/media“Windows_C“ ist der Ordner in den die Partition eingehängt werden soll.

Und nun das ganze automatisch beim Start von Linux

Nun ist es aber ziemlich lästig, jedesmal diesen Befehl einzugeben. Es wäre doch schöner wenn man auf die Partitionen zugreifen könnte ohne das man Linux dass noch extra sagen muß.

Hierzu öffnen wir die Datei /etc/fstab (also die Datei „fstab“ im Ordner /etc) im Terminal mit dem Befehl

sudo nano /etc/fstab

Hiermit wird der Editor „Nano“ gestartet und die Datei fstab geöffnet. Da die Datei im Ordner /etc/ liegt, könnt Ihr sie nur dann ändern , wenn Ihr Root-Rechte habt. Deswegen der Befehl „sudo“.

Die fstab könnte jetzt so aus sehen :

# /etc/fstab: static file system information.
#
#
proc /proc proc defaults 0 0
# /dev/sda5
UUID=1aac199c-3757-4691-b2b4-78f41e8372f4 / ext3 relatime,errors=remount-ro 0 1
# /dev/sda6
UUID=9826229d-1dfc-47b2-af2b-0fafc87775ec none swap sw 0 0
/dev/scd0 /media/cdrom0 udf,iso9660 user,noauto,exec,utf8 0 0

Nun gebt Ihr als letzte Zeilen fogendes ein :

# /dev/sda2
/dev/sda2 /medai/Windows_C ntfs defaults, uid=0,gid=46,umask=007 0 0
# /dev/sda3
/dev/sda3 /medai/Windows_D ntfs defaults, uid=0,gid=46,umask=007 0 0

speichert das ganze mit „strg + o“ „enter“ und bootet neu.

Nun müßtet Ihr eigentlich unter /media/Windows_C und Windows_D Eure Windows-Partitionen sehen und beschreiben können. Ich rate aber dringend davon die C:/ automatisch unter Linux zu mounten wenn es nicht umbedingt sein muß.

So, Duales Boot-System : got Milsch!

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Written by erikmilsch

November 11, 2008 at 1:05 pm

Thunderbird auf einem Dualen Boot System (Ubuntu 8.10 – Vista)

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Hallo zusammen,

seit einem Monat habe ich auf meinem Laptop endlich wieder Linux. Aktuell Ubuntu 8.10 Intrepid Ibex mit der Benutzeroberfläche Gnome 2.24.1. Nebenbei läuft auch noch das von Fujitsu Siemens mitgelieferte Windows Vista Premium.
Da ich meine Firmen-Mails über den Thunderbird schreibe (meine privaten werden von Google gemananged) mußte ich mir Gedanken machen, wie ich den Donnervogel dazu bringe auf beiden Betriebssystemen gleich aktuell zu sein.
Das einfachste ist natürlich, wenn man den „Hauptordner“ des Thunderbird, also den, in dem sowohl die Mails als auch die Erweiterungen abgelegt sind, so anlegt, dass er von beiden Programmen aus erreicht werden kann.

Eigene Daten Partition erstellen:
Hierzu empfehle ich eine eigene Partition auf der Festplatte zu installieren und diese dann ntfs-formatiert z.B. „Data“ o.ä. zu nennen. Dies hat den Vorteil, dass diese Partition sowohl von Vista als auch von Ubunut 8.10 gelesen und beschrieben werden kann. Ausserdem muß dann nicht die Vista-eigene Systempartition unter Ubuntu eingebunden werden. Es ist sowie so immer besser eine eigene Partition für Daten zu haben, um im Falle eines Festplattenproblems auf der Systempartition zumindest noch die Daten sichern zu können.
Diese Partition muß noch automatisch von Ubuntu gemountet werden. Hierzu bitte unter „Windows Partition unter Linux einbinden“ schauen.

Thunderbird unter Ubuntu installieren:
Ich gehe hier mal davon aus, dass Ihr von Vista kommt und gerade erst Ubuntu installiert habt. In diesem Fall ist Thunderbird wahrscheinlich noch nicht unter Ubuntu installiert. Das erreicht Ihr in dem Ihr die „Synaptic-Paketverwaltung“ aufruft (In der Programmleiste „System“ -> „Systemverwaltung“), Euer Benutzerpasswort eingebt und dann in die Schnellsuche „Thunderbird“ tippt. Dann mit der rechten Maustaste auf das Programm klicken und „Zum installieren vormerken“ aktivieren (linke Maustaste). Wenn Ihr jetzt auf „Anwenden“ drückt wird Thunderbird installiert.
Nach dem ersten Aufrufen des Vogels wird nach einem Account gefragt. Gebt hier einfach irgend einen Fantasie Account ein, da dieser eh nicht gebraucht wird. Gebt bitte nicht(!) Euren wirkichen Mailaccount ein, da er dann die neuen Mails abruft, Ihr sie aber nicht mehr mit den Thunderbird auf dem Vista System synchronisieren könnt.

Thunderbird Profil für alle Thunderbirds erreichbar machen:
Hierzu legen wir auf der Datenpartition nun einen Ordner mit dem Namen „Thunderbird“ an.
Hierein kopieren wir dann den Inhalt des originalen Thunderbird-eigenen Ordners aus Vista. Den findet Ihr unter : C:\users\[User Name]\AppData\Roaming\Thunderbird\Profiles\

Für Windows XP User :C:\Documents and Settings\[User Name]\Application Data\Thunderbird\Profiles\

Hier befindet sich dann ein Ordner mit dem Namen "Default". In diesem Ordner ist ein weitere mit xxxxxxxxx.default, wobei xxxxxxxx eine beliebige alphanumerische Kombination ist. Den Ordner Profils bitte mit allen Unterordnern in den neuen Ordner „Thunderbird“ auf der Datenpartition kopieren. Bitte kopieren und nicht verschieben, damit noch einen Sicherheitskopie vorhanden ist. Jetzt noch den originalen Ordner „Profiles“ auf der C:\ in „Profiles_Copy“ umbennenen.
Nun ist das Vista Profil des Thunderbirds auch von Ubuntu aus frei zugänglich, der Vogel findet sein Profil unter Vista aber nicht mehr, da es ja woanders ist und der Originalordner umbenannt wurde.

Veränderung unter Vista:
Um ihn wieder funktionsfähig zu machen müßen wir ihm sagen, wo sich sein Profile-Ordner befindet- Dazu gehen wir in C:\[username]\AppData\Roaming\Thunderbird und öffnen die Datei „profiles.ini“ mit einem Editor. Jetzt kurz unter „profiles_Copy.ini“ abspeichern. Sie müßte etwa so aussehen :

[General]
StartWithLastProfile=1

[Profile0]
Name=default
IsRelative=1
Path=Profiles\wwph76mn.default
Default=1

Ändert jetzt die .ini so um:

[General]
StartWithLastProfile=0

[Profile0]
Name=default
IsRelative=0
Path=D:\thunderbird\Profiles\default\xxxxxxxxxx.default

Nach einem Neustart müßte der Thunderbird eigentlich normal starten. Sollte eine Fehler meldung a la „Eine Instanz läuft bereits….“ erscheinen. dann bitte noch mal die .ini auf Schreibfehler bzw. korrekten Pfad überprüfen und schauen ob im Profile Ordner irgendwo parentlock Dateien sind. Diese dann bitte löschen.

Und unter Ubuntu:
Das selbe müssen wir jetzt auch dem Thunderbird unter Linux zeigen. Hierzu starten wir den Nautilus und haken unter „Ansicht“ den Bereich „Verborgene Dateien anzeigen“ an. Und siehe da, wir können die Dateien und Ordner sehen, die unter Linux mit einem „.“ vor dem Namen unsichtbar gemacht sind.
Wir suchen jetzt den Ordner „.mozilla-thunderbird“, öffnen ihn und finden dort die bereits bekannte Datei „Profiles.ini“. Diese ändern wir in :

[General]
StartWithLastProfile=1

[Profile0]
Name=default
IsRelative=0
Path=/mnt/DATA/erik/thunderbird/Profiles/default/acop7mlw.slt

und schon sollte auch dieser Vogel fliegen können.
Voraussetzung ist allerdings wie oben geschrieben, dass auch die Partition „DATA“ in dem Ordner /mnt/ gemountet ist.

Und nun viel Spaß…

Thunderbird got Milsch!

Written by erikmilsch

November 4, 2008 at 12:21 pm

Einfaches starten von Programmen und finden von Files – Launchy

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Diesmal stelle ich Euch ein Programm vor, dass zu den ersten zählt welches ich auf einem neuen System installiere. Es hat meinen Arbeitsablauf extrem erleichtert. Das Programm nennt sich Launchy, liegt aktuell in der Version 2.1.2 vor und ist für Windows und Linux zu haben.

Kurz umschrieben ist Launchy unter anderem ein sog. Application / File Launcher und dient dazu sowohl Programme also auch Datei wie z.B. Dokumente, Texte, Präsentationen oder .pdf-Files zu finden und auf den Bildschirm zu bringen. Einmal installiert indexiert es automatisch den Ordner mit den installierten Programmen. Da man aber weitere Ordner zum indexieren angeben kann und auch die File-Endungen frei wählen kann (z.B. .doc, .pdf, .txt, .odt und so weiter) sind dem Indexieren keine Grenzen gesetzt.

Durch die Tastenkombination Alt+Leetaste wird die Eingabemaske von Launchy auf den Schirm geholt. Dort kann man dann den Namen des Programms oder des Files welches man sucht eingeben. Interessant ist, dass Launchy bereits bei der Eingabe der ersten Buchstaben evtl. passende Vorschläge macht. Will man also Beispielsweise den Firefox öfnnen so tippt man :

Alt+Leertaste (zum Öffnen von Launchy)

Fir (und nun sollte bereits das Wort Firefox mit dem entsprechenden Symbol angezeigt werden)

Enter (Firefox startet)

--2008-10-09--20-09-52.jpg

Soweit, so gut. Das ist nicht wahnsinnig viel, andere Programme können das auch, bzw. das selbe Ergebnis könnten man mit Shortcuts auch erreichen. Schauen wir uns also die Erweiterung auf andere Ordner und Filearten an. Dazu rufen wir die Eingabemaske wieder mit Alt+Leertaste auf und klicken dann mit der rechten Maustaste in das Eingabefeld von Launchy. Es erscheint ein kleines Menü und wir wählen „Options“. Sollte das Menü nicht gleich erscheinen, klickt etwas näher am Rand.

Dieses Fenster sollte erscheinen und wenn Sie auf Catalog klicken solltet Ihr obiges Bild sehen. Bei mir ist der Ordner „D:\erik“ markiert und auf der linken Seite erkennt Ihr die von mir eingetragenen Filekürzel. Das bedeutet dass Launchy innerhalb dieses Ordners alle Files mit diesen Kürzel erkennt und sich merkt. Unterhalb der Auflistung findt Ihr noch den Haken bei „Include directories“ was nichts anderes bdeutet, als dass Launchy auch gleich alle Subordner mit scannt. Noch etwas darunter ist der Eintrag „Index has 13199 Items“ zu lesen. Er hat also eine ganze Menge an Files katalogisert. Wenn ich jetzt einfach mal „Test“ eingebe seht Ihr, dass verschiedene Dateien und auch Ordner die „test“ enthalten angezeigt werden.

Launchy_Test.jpg

Nicht alle passen 100%ig, aber Launchy ist lernfähig und die Treffergenauigkeit nimmt mit der Zeit sehr zu. Häufig gebrauchte Files oder Ordner werden dann als erstes angezeigt. Wenn wir also den 2ten Ordner von unten öffnen wollten „Test for Echo“ dann würden wir mit den Cursortasten nach unten fahren bis dieser blau unterlegt ist und dann Enter drücken. Der Explorer würde aufgehen und der Ordner wäre geöffnet. Bei der nächsten Eingabe von „Test“ wäre der Ordner in der Liste weiter oben bis er irgendwann, wenn Ihr immer nur diesen Ordner öffnen, an oberster Stelle wäre und Ihr nur noch „test“ gefolgt von Enter tippen müßten.

Eine weitere nette Anwendung von Launchy ist der eingebaute Taschenrechner. Holt den Launchy nach vorne, und tippt mal 14+7 ein.

14und7.jpg

Das Ergenis ist korrekt, beachtet aber, dass die amerikanische Notation verwendet wird. Das bedeutet dass das Kommazeichen durch einen Punkt ersetzt werden muß. „10,25“ wird also „10.25“ eingegeben.

Eine weitere Funktion ist die „mailto“ Funktion. Hierzu gebt einfach mal „mailto“ ein, drücken dann Tab und gebt dann die Mailadresse ein.

Launchy_Mailto.jpg

Ergebnis :

Launchy öffnet automatisch eine neue Mail mit Eurem Mailprogramm und überträgt die Mailadresse in das Adressfeld.

Weitere Möglichkeiten finden Sie unter „Options“ -> „Plugins“

Falls Ihr Euch wundert dass mein Eingabefeld etwas anders aussieht als Eures, klickt mal bei „Options“ auf „Skins“. 🙂

Launchy got definitive Milsch!

Written by erikmilsch

Oktober 9, 2008 at 8:06 pm

Veröffentlicht in Freeware, Linux, Open Source, Productivity, Windows