Got Milsch?

Komplizierte Welt, einfache Lösungen

Archive for Mai 2009

Eine neue Generation der Internetkommunikation? Google Wave

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Hallo alle zusammen,

E-Mail ist inzwischen 40 Jahre alt, instant messaging (wie ICQ, AIM oder o.ä.) auch nicht mehr brand-neu und die Idee des „collaborative working“ hat sich nun auch schon seit geraumer Zeit durchgesetzt.
Tatsachen die Google offensichtlich auch bemerkt hat. Und die Jungs und Mädels bei Google haben sich nun Anfang 2007 die Frage gestellt :

„Wie würde E-Mail aussehen, wenn die Idee heute erfunden würde?“

Aber wie man die Ingenieure bei Google kennt haben sie keine halben Sachen gemacht, und nicht nur E-Mail versucht neu zu erfinden, sondern auch gleich die gesamte schriftliche Kommunikation über das Internt.

Zwar hört sich das jetzt übertrieben und vlt. pathetisch an (es sind ja nun auch Amerikaner 😉 ), aber ich muß sagen, dass das Ergebnis das sie abgeliefert haben extrem vielversprechend aussieht. Vor allem wenn man bedenkt, dass das ganze System noch in der Entwicklung ist, also eigentlich im Alpha Stadium.

Ach ja, und es nennt sich :

Was genau ist nun Wave?

Wave ist primär ein System, mit dem man Nachrichten oder Informationen (jeglicher Art) anderen Personen zugänglich machen kann. Das ist nichts neues, aber die Art wie es umgesetzt wurde ist…, nun ich bin geneigt zu sagen revolutionär.

Fangen wir von vorne an.

Wenn ich über das Internet einem Freund eine Information zukommen lassen möchte, so benutze ich in der Regel einen E-Mail Dienst. Ich schreibe also eine Mail und schicke diese an seinen oder ihren Mail-Account. Wenn nötig hänge ich noch ein oder mehrere Attachements an (Bilder, Dokumente…). Sobald dieser geöffnet wird kann die Person die Mail lesen und somit die Information von mir verarbeiten. Wenn sie darauf antworten will, schickt sie eine Mail an meinen Account zurück, vlt. sogar mit meinem Text als Zitat.
Somit befindet sich in meiner Mail-Inbox dann eine Folge von Mails die zusammen hängen, nämlich meine Mail sowie die Antwort.
Möchte ich jetzt wieder darauf antworten schicke ich eine neue Mail und so weiter und so weiter.
Wenn jetzt aber eine dritte Person in diesen Prozeß eingebunden werden soll, z.B. weil die Informationen auch für diese relevant sind oder er uns helfen kann oder weshalb auch immer, dann muß ich dieser theoretisch den ganzen Mail-Verkehr als Kopie schicken. Damit habe ich aber den Mailverkehr mit Person 2 und Person 3 auch in zwei verschiedene Zweige aufgeteilt.
Hier setzt Wave an.
Wenn ich unter Wave eine Information schicken will, dann öffne ich eine Wave, welches sich erstmal durch gar nichts von einer herkömmlichen Mail unterscheidet, und schicke diese an die Zielperson. Sobald diese ihren Wave Account öffnet, egal ob am Computer oder auf einem PDA oder Mobiltelefon, kann sie diese Wave lesen. Wenn sie nun zurückschreibt passiert je nach meinem aktuellen Status folgendes:
a) wenn ich offline bin wird die Antwort in meiner Wave-Inbox abgelegt und beim nächsten öffnen sehe ich sie und kann sie abarbeiten.
b) wenn ich online bin kann ich LIVE sehen wie diese Person mir antwortet. Aus der Mail ist also, wenn dies gewünscht ist, eine Art Instant Messaging Kontakt geworden.

Möchte ich jetzt wiederum dass eine dritte Person an der Informationsverarbeitung teilnimmt, so schicke ich die Wave an sie. Sie nimmt somit an der URSPRUNGSWAVE teil und kann alles lesen und verfolgen was bisher geschah. Wenn sie jetzt antwortet sehen die beiden ersten Personen ebenfalls LIVE was geschrieben wird. Alle teilnehmenden Personen sind also immer(!) auf dem gleichen Stand, selbst wenn jemand erst später in die Wave aufgenommen wird.

Damit ergeben sich unglaublich viele Möglichkeiten. So können z.B. Dokumente als Wave gestartet und von mehreren PPersonen gleichzeitig LIVE bearbeitet werden. Gleichzeitig live bedeutet, dass man z.B. tatsächlich auf seinem Bildschirm sieht wenn sich die Buchstaben verändern die von allen Personen zu diesem Zeitpunkt verändert werden.

Seht Euch am besten das Video unten an. Es dauert zwar 1h 20 min, aber es ist die Zeit echt wert.

Durch die Kollaborationsfähigkeit ist es aber z.B. auch möglich, eine Art Wiki über eine Wave aufzubauen.

Der Kicker ist nun aber, dass Google Ihre Wave Plattform free und als Open Source zugänglich macht. Das bedeutet, dass jeder Applikationen hinzu programmieren kann, dass jeder seinen eigenen Wave-Server aufbauen kann (wobei sicher gestellt ist, dass die Kommunikation zwischen Personen auf verschiednen Servern trotzdem einwandfrei funktioniert) und das kein(!) Google-Mail-Account notwendig ist um zu „waven“.

Ich bin gespannt was daraus wird. Meine perönliche Meinung ist, das Wave tatsächlich eine der nächsten großen Veränderungen im Netz sein wird. Vor allem, wenn Wave wirklich so einfach zu bedienen sein wird wie es sich zur Zeit darstellt.

Wave got Milsch!!!

Written by erikmilsch

Mai 29, 2009 at 11:07 am

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Hohe CPU-Last mit transmission und mount.ntfs-3g

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Hallo zusammen,

bei Herunterladen einer größeren Linux Distro per torrent und transmission fiel mir auf, dass die Prozessorlast bei hoher Downloadrate schnell auf 100% geht.

Ein blick auf die laufenden Prozesse per Terminalbefehl top zeigte mir, dass der Prozeß mount.ntfs-3g dafür verantwortlich ist. Da ich eine eigene Datenpartition habe die ich sowohl unter Vista als auch unter Linux anspreche und somit ntfs-formattiert habe, machte dies irgendwie auch Sinn. Downloads werden bei mir grundsätzlich auf dieser Partition in dem Folder „Inbox“ gespeichert.

Längere Suche im Netz ergab unter anderem auf der Seite der ntfs-3g den Rat, den aktuellen Treiber, zur Zeit 2009.4.4, einzuspielen. Also hab ich Ihn von hier herunter geladen und im home-Ordner entpackt.

Dann bin ich im Terminal mittels cd ntfs-3g-2009.4.4/ in den entpackten Ordner gesprungen und habe nach einander folgende Befehle ausgeführt :

./configure

make

sudo make install

Ein kurzer Blick auf den Treiber mittels ntfs-3g -help ergab dann, dass der aktuelle Treiber 2009.4.4 auch läuft.

Soweit, so einfach. Wir haben also gerade den neusten nfts-Treiber installiert. 🙂

Leider behob das nicht das Problem mit der hohen CPU-Last. 😦

Hat jemand eine Idee?

transmission + mount.ntfs-3g don’t get Milsch!

Written by erikmilsch

Mai 21, 2009 at 12:04 pm

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Ubuntu 9.04 Jaunty Jackaope auf FS Amilo Pa 2548

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Hallo zusammen,

endlich mal wieder ein Artikel auf meinem Techno-Blog.

Diesmal geht es nicht um Datenrettung o.ä. sondern um die Installation von Ubuntu 9.04 Jaunty Jackalope auf meinem Laptop.

Bisher hatte ich immer ein Dual-Boot System, also Vista und Ubuntu parallel auf dem Rechner installiert. Mittels GRUB konnte ich dann beim hochfahren auswählen wechels OS ich starten wollte. Die Partitionierung im Auslieferungszustand war so, dass ca 160 GB der verbauten 250 GB HDD für Vista reserviert waren und nur 90 GB für Daten. Das führte bei der ersten Installation von Ubuntu, damals noch 8.04, dazu, dass ich nur 30 GB für Ubuntu und 60 GB für Daten hatte. Dies wiederum lag daran, dass, trotz mehrer Versuche incl. Abschalten der Schatenkopie und Auslagerungsdatei, Vista mit „bordeigenen“ Mitteln nicht dazu zu bewegen war seine eigene Partition auf verträgliche und ausreichenden 40 GB zu verkleinern.

Langer Rede, kurzer Sinn, ich entschloss mich bei Erscheinen von 9.04 das komplette Laptop neu aufzubauen. Dazu machte ich von allen home-Ordnern sowie der kompletten Datenpartition eine Sicherungskopie. Anschliessend wurde Vista komplett neu installiert, so dass ich ein frisches System vor mir hatte. Natürlich wieder mit der total unsinnigen Partitionierung im 160/90 Stil.

Nun kam 9.04 ins Spiel. Die ISO habe ich von o.g. Homepage geladen, auf CD gebrannt und dann den Laptop mit eingelegter CD neu hochgefahren. Nachdem Ubuntu einwandfrei von CD startete habe ich mich für die Option „Installieren“ entschieden. Als erstes wird man nun aufgefordert die HDD zu partitionieren. Hier habe ich dann die Vista Partition auf 40 GB verkleinert (da ich dass System eh neu aufsetzen wollte war es mir zu diesem Zeitpunkt egal ob Vista danach läuft oder nicht), eine 20 GB Partition für 9.04 aufgebaut, eine 2 GB als SWAP Partition für 9.04 und den Rest für Daten. Somit erhielt ich endlich ca. 170 GB für meine Datenpartition.

Nach mehrfachem Bestätigen dass ich mir auch ganz sicher bin wurde die HDD neu partitioniert und 9.04 installiert. Beides ging vollkommen schmerzfrei und simple von statten.

Und die Überraschung kam, als Jaunty fertig war und startete. Der WLAN-Chip wurde automatisch (!) erkannt und konfiguriert. Ich konnte also sofort per WLAN ins Internet gehen. Sleep und Hibernate Modus funktionierten einwandfrei! Sämtliche Partitionen wurden erkannt und ins System eingebunden (auch Vista und sogar die Recovery-Partition für Vista). Es gab Hardwareseitig fast nichts was nicht auf Anhieb lief. Einzige Ausnahme ist die integrierte Webcam, die zeigt unter Skype leider das Bild auf dem Kopf an…. 🙂

Die zweite Überraschung kam als ich Vista startete. Es startete….. trotz der Neupartitionierung über das Ubuntu System.

Ich muß zugeben dass dies das erste Linux ist, dass mein Laptop „out-of-the-box“ zum laufen brachte. Kein händisches installieren von Hardware Treibern oder Umwegen wie Ndis-wrapper. Kein fluchen weil die suspend-to-ram Funktion den Laptop zum einfrieren gebracht hat. Es läuft einfach so wie es soll.

Jaunty Jackalope got Milsch! Und wie!

Written by erikmilsch

Mai 13, 2009 at 2:40 pm

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