Got Milsch?

Komplizierte Welt, einfache Lösungen

Archive for März 2009

Partitionierung einer Festplatte – theoretische Grundlagen

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Hallo zusammen,

heute werde ich einmal über die Partitionierung von Festplatten schreiben. Im Wesentlichen gilt das hier geschriebene für die meisten Betriebssysteme gleichermaßen.

Unterscheidung zwischen Laufwerk und Partition

Grundsätzlich müßen wir einmal zwischen dem Laufwerk/der Festplatte und den darauf befindlichen Partitionen unterscheiden.

Als Laufwerk wird das physische Gerät, also in unserem Fall die Festplatte als ganzes, bezeichnet.

Dieses Laufwerk kann nun wieder logisch in unterschiedliche Bereiche, also Partitionen, aufgeteilt werden.

Somit kann es vorkommen, dass zwar nur ein Laufwerk am Rechner angeschlossen ist, das Betriebssystem allerdings z.B. 4 Bereiche/Partitionen erkennt und darstellt.

Man kann das am Beispiel eines Hauses ganz gut verdeutlichen.
Stellen wir uns ein großes Haus mit 200 qm Wohnfläche und 2 Stockwerken (Erdgeschoß und erster Stock) vor.
Solange das Haus für eine Familie zugeschnitten ist und das ganze Haus sozusagen eine Wohnung ist, sind Haus und Wohnung identisch. Im Falle einer Festplatte wäre Laufwerk und Partition identisch.
Wird jetzt aber aus dem ersten Stock eine eigenständige Wohung mit eigenem Zugang und keiner direkten Verbindung zur Wohnfläche im Erdgeschoß, so haben wir zwar immer noch ein Haus, jetzt allerdings mit 2 getrennten Wohnungen. In der einen wohnt Familie X, in der anderen Familie Y. Wiederum auf die Festplatte bezogen hätten wir eine Festplatte mit 2 Partitionen.

Unter Windows wird nun eine Partition immer mit einem Buchstaben gekennzeichnet. So lautet der „Name“ die erste Partition in der Regel immer C:.
Leider wird aber umgangssprachlich fast immer von „Laufwerk C:“ gesprochen. Genau genommen ist dies aber schlichtweg falsch. Selbst wenn sich nur eine Partition auf der Festplatte befindet sprechen wir bei einem Zugriff auf C: die Partition und nicht das ganze Laufwerk an. In der Regel befinden sich nämlich noch Daten ausserhalb der Partition, die z.B. zum Steuern der Festplatte dienen, aber nicht direkt angesprochen werden können.

Also wir merken uns also:

1. eine Partition ist ein logischer Bereich auf einer Festplatte/eines Laufwerks.
2. befindet sich nur eine Partition auf dem Laufwerk, so ist diese Partition zufällig fast genauso groß wie das Laufwerk, aber eben nicht mit dem Laufwerk identisch.

Unterscheidung zwischen primärer und erweiterter Partition

Nun ist Partition nicht gleich Partition. Grundsätzlich gibt es 3 Arten von Partitionen. Die primäre, die erweiterte und die logische.

Eine Festplatte braucht, um korrekt erkannt zu werden, mindestens eine primäre Partition. Maximal sind 4 primäre Partitionen zulässig.
Ausserdem darf eine Festplatte  maximal eine erweiterte Partition haben.

Schuld an dieser Unterschiedung ist der Aufbau der auf dem ersten Sektor der Festplatte(!) befindlichen Partitionstabelle. Schauen wir uns diesen also einmal an.

Der erste Sektor wird MBR oder Master Boot Record genannt. Hier befindet sich der erste Code zum Booten des Betriebssystems (grün), diverse Fehlermeldungen (rot) und, hier in blau dargestellt, die Partitionstabelle (Offset 0x1BE bis Offset 0x1FD).

Diese ist immer genau 64 Byte groß und in 4 x 16 Byte große Bereiche aufgeteilt. Jeder Bereich enthält die Daten (Startsektor, Endsektor, Größe etc.) für exakt 1 Partition. Somit könnten wir also maximal 4 Partitionen in diese Partitionstabelle schreiben.

Das wäre allerdings sehr wenig. Und genau deswegen gibt es die Unterscheidung in primär und erweitert. Denn der Datensatz einer erweiterten Partition, also deren 16 Byte in der Partitionstabelle, enthält dann nicht die Daten für eine Partition, sondern weisen auf einen Bereich auf der Festplatte, auf dem eine weitere Partitionstabelle angelegt wurde. Eben eine „erweiterte Partitionstabelle“. Und in dieser kann man dann theoretisch beliebig weitere Partitionen anlegen.

Zur Verwirrung werden die Partitionen in einer erweiterten Partition dann allerdings häufig logische Laufwerke genannt. Streng genommen ist dies aber auch falsch. Korrekt heißt es logische Partition.

Wir merken uns also :

1. es muß mindestens eine primäre Partition pro Festplatte existieren
2. es dürfen maximal 4 primäre Partitionen pro Festplatte angelegt sein
3. es darf maximal eine erweiterte Partition angelegt sein
4. eine erweiterte Partition kann beliebig viele logische Partitionen enthalten

Warum und wie partitionieren

Warum sollten wir überhaupt bei einer Festplatte partitionieren? Reicht, bei einem verwendeten Betriebssystem, nicht eine Partition aus? Schließlich können wir doch alle Daten in dem Ordner „Meine Dateien“ oder dem Home-Verzeichnis speichern.

Zwar stimmt das, aber es gibt schon gute Gründe für mehr als eine Partition.

Zum einen das Argument der Datensicherheit. Wenn Ihr Betriebssystem und Daten auf einer Partition speichert, so habt Ihr bei einem Problem mit dieser Partition sowohl Systemprobleme als auch evtl. Datenverlust.
Wenn also eine Partition für das System und eine seperate für die Daten angelegt werden, so habt Ihr bei einer zerschossenen Systempartition zumindest noch intakte und kopierbare Daten.

Zum anderen ist es bei einer Partition aber auch nur möglich diese mit einem Dateisystem, z.B. NTFS, zu formatieren. Wollt Ihr aber Eure Daten mit anderen Betriebssystemen teilen, so kann es sinnvoll sein auf das System FAT32 zurück zu greifen. Dann müßte aber auch das Betriebssystem unter FAT32 laufen, was wiederum ein Rückschritt wäre. Ergo : 2 Partitionen.

Desweiteren kann es Sinn machen, die Partition, welche an den physikalisch äußeren Rand der Festplatte liegt, bestimmten Nutzungen zu zu ordnen, da diese Partition zugriffstechnisch die schnellste ist.

Partitionsbezeichnung unter Windows und Linux

Partitionen werden unter Windows und Linux anders bezeichnet.

Windows :

Unter Windows werden Partitionen unabhängig von Festplattentyp, Partitionstyp oder sonstigen Spezifikationen immer mit den Buchstaben A: – Z: bezeichnet.
Oft sind A: und B: für Diskettenlaufwerke reserviert und D: bzw. E: für das CD/DVD Laufwerk.

Linux :

Unter Linux werden Partitionen in abhängigkeit von der verwendeten Technik benannt.

Partitionen auf einer IDE/ATA Festplatte werden /dev/hda1.. /dev/hda2 etc. benannt.
Partitionen auf einer SATA/SCSI Festplatte heißen /dev/sda 1.. /dev/sda2 etc.

Dabei ist das „a“ in hda logisch fortlaufend die Nummer der Festplatte (1. Festplatte = a, 2. Festplatte = b etc.).
Die Nummerierung 1-15 bezeichent die jeweilige Partition. 1 – 4 sind die primären Partitionen, 5 – 15 die logischen.

Beispiel :

Eine ATA Festplatte wurde mit 2 primären Partitionen und einer erweiterten, die wiederum 2 logische Partitionen enthält, partitioniert.

Partition 1 (primär) : NTFS – Windows XP
Partition 2 (primär) : FAT 32 – Daten
Partition 3 (logisch) : ext3 – Linux
Partition 4 (logisch) : Swap

Unter Windows :

C: NTFS – Windows XP
D: FAT 32 – Daten
E: etx3 – Linux (nur, wenn Windows ext3 lesen kann, sonst nicht angezeigt)
F: Swap (nur, wenn Windows ext3 lesen kann, sonst nicht angezeigt)

Unter Linux :

/dev/hda1 : NTFS – Windows XP
/dev/hda2 : FAT32 – Daten
/dev/hda5 : ext3 – Linux
/dev/hda6 : Swap

Ich hoffe ich habe es einigermaßen verständlich geschrieben.

Partitionierung got Milsch!

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Written by erikmilsch

März 15, 2009 at 8:39 pm

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Schreib/Leseköpfe bei Festplatten wechseln – Platte abnehmen

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Hallo zusammen,

heute habe ich mal eine Maxtor DiamondMax Plus 8 mit 40 GB aufgemacht.

Allein das Öffnen war schon ein Akt für sich. Maxtor hat die Oberseite der HDD mit einem großen Aufkleber zugeklebt. Das wäre ja nicht so schlimm, wenn hier für nicht eine Art Weißblechaufkleber verwendet worden wäre. Dieser neigt dazu beim Aufschneiden kleine Späne abzusondern die dann, wenn man den Deckel aufmacht, ins Innere der HDD fallen können. Kein besonders guter Start. Das hätte man zumindest materialseitig besser lösen können.

Nach dem öffnen war ich dann doch leicht irritiert. Ich sah zwar die Platte, nicht aber den Arm mit dem R/W Head.

Tatsächlich ist es so, dass diese Festplatte nur eine Platte hat und diese auch nur auf der Unterseite beschrieben wird. Ergo wird auch nur ein Arm unter der Platte benötigt. Das führt aber dazu, dass man, um den R/W Head zu tauschen, die Platte abnehmen muss. Da stellt sich natürlich die Frage ob es nicht sinnvoller ist, gleich die Platte zu tauschen anstatt die Platte auszubauen, den Arm auszubauen, den dann zu tauschen und dann die Platte wieder einzubauen.

Aber egal, schauen wir erstmal wie es unter der Platte aussieht. Dazu schrauben wir sie ab. Da sich die Plattenhalterung, also die Metallscheibe auf der Platte, incl. der Schraube mit der Platte mit dreht, muss die Halterung beim Abschrauben festgehalten werden.

Sobald Schraube und Halterung entfernt sind, kann die Platte abgenommen werden. Jetzt stellt ich ein zweites Problem. Die Platte muss vorsichtig und wenn möglich ohne Verkanten aus dem Gehäuse genommen werden. Da die Datenschicht auf der Unterseite ist, kann selbst leichtes Verkanten zu Kratzern auf der Unterseite und damit zu Datenverlust führen.

Andererseits ist es egal was mit der Oberseite geschieht, schließlich sind dort keine Daten gespeichert. Ich hab mir also bei einem Optiker einige Kontaktlinsensauger besorgt. Es gibt zwei Arten von Saugern: welche mit und welche ohne Loch am Ende. Ich hab die ohne genommen, da somit verhindert wird, dass langsam Luft in den Sauger fliest und die Saugleistung nachläßt. Das würde nämlich dazu führen, dass die Platte irgendwann unkontrolliert von den Saugern fällt.

Nun können wir die Platte ohne Stress senkrecht hochheben und auf einer passenden Ablage deponieren.

So, und nun haben wir Zugriff auf den Arm incl. R/W Head.

Rein theoretisch könnten wir jetzt die Metallabdeckung rechts im Bild abnehmen (Vorsicht, das Teil wird von einem ziemlich starken Magneten gehalten), die Schrauben des Arms und der Verbindung zum PCB abnehmen und den Arm rausnehmen und tauschen. Wie aber bereits gesagt, wenn wir schon soweit sind und ein Spenderlaufwerk haben können wir auch gleich die Platten tauschen. Das ist einfacher, kürzer und die Platten sind eh schon aus dem Laufwerk extrahiert.

Viel Sapß beim Schrauben und nochmal : NICHT(!) mir einem Laufwerk nachmachen, dass Ihr noch braucht!!

Kontaktlinsensauger got Milsch!

Written by erikmilsch

März 13, 2009 at 9:41 pm

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Kleiner Aufsatz zum FAT32 Dateisystem

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Hallo zusammen,

anbei ein kleiner von mir geschriebener Artikel zu den Spezifikationen des FAT32 Dateisystems.

FAT32_Erik_Milsch.pdf

Über Feedback würde ich mich freuen.

FAT32 got Milsch!

Written by erikmilsch

März 12, 2009 at 4:36 pm

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Flug mit Lufthansa – Boardkarte für das Mobiltelefon

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Hallo zusammen,

Lufthansa bietet seit geraumer Zeit den Service, die Boardkarte, anstatt sie am Computer auszudrucken, aufs mobile Telefon zu laden.

Da ich letztens mal wieder in den Genuß eines Lufthansa-Fluges kam habe ich das bei dieser Gelegenheit dann auch gleich ausprobiert.

Es war einfacher und unproblematischer als angenommen.

Als erstes habe ich die Lufthansa Internetseite aufgerufen.

Dort auf „Check-in“ klicken, „Buchungscode“ wählen und selbigen mit Nach- und Vorname eingeben. Dann auf „–> Weiter (mit SSL-Verschlüsselung)“ klicken.

Dort kommt Ihr dann in den Check-in Bereich. Leider hab ich hiervon keine Screenshots gemacht. Ich werde das aber bei Gelegenheit nachholen.

Jedenfalls könnt Ihr hier unter anderem, logischerweise, auch Euren Sitzplatz wählen. Wenn alles soweit eingegeben und ausgewählt ist habt Ihr die Wahl das Flugticket entweder als .pdf oder aber in der handytauglichen Variante zu beziehen.

In letzterem Fall müßt Ihr Eure Handynummer angeben und bekommt dann eine URL per SMS auf Euer Handy geschickt. Diese Adressee ruft Ihr in Eurem Handybrowser auf und schon seht Ihr eure Boardkarte.

Nun speichert Ihr diese Internetseite lokal(!) auf Eurem Mobiltelefon und das war es dann auch schon.

Sowohl beim Quick-Check-In am Flughafen als auch beim Durchqueren der Sicherheitschleusen und beim Boarding wurde in Frankfurt die Karte einwandfrei erkannt und akzeptiert.

Sehr praktisch!

Boardingkarte auf Handy got Milsch!

Written by erikmilsch

März 11, 2009 at 6:28 pm

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Schreib/Leseköpfe bei Festplatten wechseln – How to

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Hallo zusammen,

heute werde ich Euch mal an Hand von zwei 2,5“ IBM Travelstar Festplatten demonstrieren, wie man R/W Heads wechselt. Dazu habe ich mir 2 identische HDDs besorgt und einen kompletten Austausch der Köpfe auf Video festgehalten.

Da ich es so einfach und reproduzierbar wie möglich halten wollte habe ich auf spezielle Gerätschaften so weit machbar verzichtet. Das einzig unverzichtbare Werkzwug waren sogenannte Torx-Schraubenzieher. Die bekommt Ihr aber in jedem Baumarkt. Stellt sicher dass Ihr, wenn Ihr Euch ein Set kauft, die Größen T5, T6, T8, T10 und T15 habt. Vor allem die kleinen Größen sind nicht immer im Set dabei. Gerade die sind aber wichtig.

Folgende Geräte habe ich dafür benutzt:

– 2 x IBM Travelstar 2,5“ HDDs (identische Fabrikate und Versionsnummern)
– T6 Torx Schraubenzieher
– Strohhalm und Schere
– eine Pinzette
– Mousepad als Unterlage für die HDDs
– Einmalhandschuhe (theoretisch verzichtbar)

Ein paar Regeln die ich für sinnvoll erachte:

Sorgt dafür, dass Eure Arbeitsplatte sauber, staubfrei und aufgeräumt ist. Am besten vorher feucht abwischen und alles überflüssige vom Tisch nehmen. Auf keinen Fall Getränke o.ä. auf dem Tisch lassen.

Arbeitet nicht(!) parallel. Bearbeitet also immer erst eine Festplatte zu Ende bevor Ihr mit der anderen anfangt.

Wenn Ihr Schrauben o.ä. nach dem Ausdrehen auf den „Lagerplatz“ legt, führt Eure Hand dabei nicht(!) über eine offene Platte. Wenn Euch die Schraube aus den Fingern rutscht und auf die Platte knallt kann es das für die Platte gewesen sein. Immer „Außen rum“ gehen.

Nicht hetzen!

Keine Gewalt! Wenn etwas nicht gleich rausgeht, schaut es Euch lieber erstmal genauer an ob es vlt. verkanntet ist.

Und das wichtigste : Probiert das nie(!), und ich meine wirklich nie(!), mit einer HDD die Ihr noch braucht oder benutzen wollt. Beachtet Murphy’s Gesetz.

Reihenfolge für den Head Swap:

1. Empfänger HDD öffnen. Dazu müßt Ihr alle(!) Torc-Schrauben aus dem Deckel schrauben. Meist ist unter einem Aufkleber die Schraube für das Armlager versteckt. Fahrt einfach mit der Pinzette über die Stelle, wo sich die Schraube befinden sollte. Wenn Ihr nicht sicher seid wo die Stelle sein soll, schaut auf der Unterseite der HDD nach, dort ist das Gegenstück.

2. Schaut Euch das Innenleben genau an, auch die Platten und analysiert was passiert ist. Macht am besten Fotos.


[Defekte Travelstar offen und beschriftet]

3. Öffnet die Schrauben für das Verbindungsstück zum PCB Board.

4. Öffnet die Schrauben des Aktivator.

5. Spätestens jetzt setzt Ihr die Abstandshalter für die R/W Heads ein.

6. Drückt mit einem Finger auf das Gewinde des Arms um ihn zu fixieren, dreht die HDD um und löst die Schraube des Arms auf der Rückseite.

7. Jetzt könnt Ihr den Arm samt Aktivator und PCB Verbindung entnehmen.

8. 1. – 7. mit der Spender HDD wiederholen

9. HDD Gehäuse tauschen.

10. Arm, Aktivator und Verbindung der Spender HDD in die Empfänger HDD einsetzen.

11. Verbindung anschrauben.

12. Arm präzise in die Armhalterung am Boden schieben. Dabei sicherstellen, dass die R/W Heads in den dafür vorgesehenen Stellen in der Rampe sind. DAS ist der knifflige Teil!

13. Aktivator festschrauben.

14. Arm am Gewinde fixieren und Schraube auf der Rückseite festschrauben.

15. Arm testen.

16. Gehäusedeckel zuschrauben.

17. 10. – 16. bei Spender HDD wiederholen.

18. HDDs an Computer anschliessen und testen.

Videos eines R/W Head Swap:

Viel Spaß beim Schrauben.

Head Swap got Milsch!

Written by erikmilsch

März 11, 2009 at 5:33 pm

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Reparatur einer heruntergefallenen Sony Digitalkamera

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Hallo zusammen,

in den letzten Tagen waren wir in Rom. Super Wetter, tolle Restaurants und das Etruskermuseum ist unschlagbar. Alles lief glatt, bis ich, dummerweise, die kleine Sony DSC-P100 Digicam in die Brusttasche meiner Lederjacke steckte. Leider machte ich die Tasche nicht richtig zu und als ich mir dann die Jacke über den Arm legte hörte ich das klassische Geräusch eines harten Gegenstands der auf Asphalt knallt. Die Kamera.

Kurz Zeit später merkte ich dann, dass das Objektiv nicht ausfuhr.

Wie man erkennen kann war die Seite des vorderen Kameragehäuse am Objektiv durch den Sturz eingedrückt und hinderte das Objektiv am ausfahren. Glücklicherweise schien dies der einzige mechanische Schaden zu sein. Die Schüttelprobe ergab nicht das Klirren von Glas, so dass ich davon ausging, dass die Linsen in Ordnung waren.

Da ansonsten die Elektronik zu funktionieren schien, machte ich das Teil einfach mal auf. Dazu habe ich erst mal die Schrauben (7 Stück) an den Seiten des Gehäuses abgeschraubt und dann die Rückseite abgenommen. Vorher logischerweise Akku und Flash rausnehmen.

Nun kann man die Vorderseite abnehmen.

Dazu muß man allerdings beachten, dass das Mikrofonkabel von der Vorderseite des Gehäuses zur Elektronik läuft. Allerdings hat Sony mitgedacht und das Kabel steckbar angebracht.

Links auf dem oberen Bild rot markiert ist das Mikrofonkabel mit Stecker und der Stecker auf der Platine.

In der Mitte markiert ist das Breitkabel für den Ein/Ausschalter und den Auslöser.

Auch dieses kann von der Platine einfach abgezogen und dann wieder eingesteckt werden.

Ein kurzer Test ergab, dass das Objektiv ohne Gehäuse einwandfrei ausfährt. Also habe ich das vordere Gehäuse komplett abgebaut. Meine Idee war es auszubeulen.

Nach längerem rumprobieren war mir aber klar, dass ausbeulen keine gute Idee war. Da ich keine Form hatte in die ich das Gehäuseteil einspannen konnte wäre es bei der Bearbeitung mit dem Hammer oder der Zange zu Verschiebungen in anderen Bereichen gekommen und das ganze Gehäuse hätte sich verzogen. Und das war nicht das Ziel.

Also habe ich die Innenseite der Objektivaussparung mit grobem Schleifpapier soweit abgeschliffen, dass das Objektiv wieder ohne anzustoßen ausfahren konnte.

Danach die Kamera wieder zusammenschrauben, Testlauf und das war es dann auch schon. Die Kamera funktionierte wieder. 🙂

Schleifpapier got Milsch!

Written by erikmilsch

März 9, 2009 at 8:13 pm

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Schreib/Leseköpfe bei Festplatten wechseln – Abstandshalter einsetzen

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Hallo zusammen,

vor ein paar Tagen habe ich Euch gezeigt, wie man aus einfachen Trinkstrohhalmen Abstandshalter für den Kopfwechsel bei Festplatten herstellen kann.

Heute zeige ich Euch, wie bzw. wo man sie einsetzt.

Die Fotos entstanden übrigens beim erfolgreichen Wechsel der Schreib/Leseköpfe zweier IBM Travelstar 2,5“ LaptopHDDs.

Erstmal die Köpfe wie sie beim Öffnen der HDD erscheinen:

Der rote Kreis markiert die 4 Arme mit den Köpfen. In diesem Modell ist die obere Seite der oberen Platte nicht zum Speichern von Daten vorgesehen, so das der obere Arm auch keinen Kopf enthält.
Das weiße Plastikteil auf der rechten Seite ist die Rampe. Diese dient dazu die Arme und Köpfe im Ruhezustand aufzunehmen und von einander getrennt zu halten. Ausserdem führt diese die Köpfe beim Start direkt auf die Platten.

Die Abstandshalter kommen nun zwischen diese Arme, und zwar zwischen die jeweilig korrespondierenden Armpaare. Da Platten in der Regel immer oben und unten beschrieben werden gibt es Armpaare, bei denen sich die Köpfe sozusagen gegenüber stehen. In unserem Bild oben sind das (von oben nach unten) der erste und der zweite Arm sowie der dritte und der vierte Arm.

Mit plazierten Abstandshaltern sieht es nun so aus:

Zwei Plastikröhrchen die die Köpfe getrennt halten.

Von oben :

Beim Wechsel der Arme sollte man beachten, dass die Röhrchen meistens die Arme weiter auf Abstand halten, als dies im eingebauten Zustand der Fall ist. Das kann, wenn man nicht aufpasst, dazu führen, dass man beim Einbauen der Arme dieselben nicht korrekt auf der Rampe plaziert. Wenn Ihr also die Arme eingebaut habt ist es extrem wichtig zu kontrollieren ob die Arme auch tatsächlich da sind, wo sie sein sollen.

Oh, und nochmal zur Erinnerung, macht so etwas zum Üben bitte nur mit HDDs, die Ihr nicht mehr braucht. Die Wahrscheinlichkeit, dass etwas schief geht und die Köpfe im Eimer sind, ist nicht gering.

Wie schon gesagt, Strohhalme got Milsch!

Written by erikmilsch

März 5, 2009 at 9:13 pm

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